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Bodensee-Cup vom 22.-24.4.2016 in Bregenz

Tag eins mit deutlichen Mannschaftssiegen...

Die Elo-Favoriten aus der Schweiz zeigten gegen Vorarlberg mit einem 7,5-2,5 Sieg ihre Ambitionen auf den Turniersieg deutlich auf.
Ebenso deutlich das Ergebnis von Württemberg gegen Baden mit 7-3 Pkt.
Neben äußerst interessanten Partien waren aber auch Kampf- und Teamgeist zu beobachten der durchaus überstrapaziert wurde, so sollten wohl einige Partien aus Respekt vor der Leistung des Gegners etwas früher im Analyseraum enden...

Zweiter Tag mit harten Kämpfen...

Mit viel Mühe erreichte die Schweiz gegen Baden ein 5-5 Unentschieden.
Weniger Probleme hatte Württemberg nach einer schnellen Führung gegen Vorarlberg und konnte diese auf einen 7-3 Sieg ausbauen.
Am Schlusstag kommt es zum direkten Duell um den Turniersieg zwischen dem führenden Team aus Württemberg (4 MP/14,0 Pkt.) und der Schweiz (3 MP/12,5 Pkt.).

Spannender Finaltag: Schweiz gewinnt Bodensee-Cup 2016

Nach einer komfortablen Führung sah das Team aus der Schweiz schon einem sicheren Gesamtsieg entgegen, musste aber nach einer zwischenzeitlichen Aufholjagd der Württemberger noch einmal kräftig zittern. Letztlich wurde es mit 5,5-4,5 Pkt. der notwendige Mannschaftssieg und somit der Gewinn des Wanderpokales um den Bodensee-Cup.
Unbelohnt blieben die Vorarlberger in der Rolle als Gastgeber nach einer knappen und unnötigen 4,5-5,5 Pkt. Niederlage gegen Baden.
Da wäre ebenso wie gegen die Schweiz in der Startrunde deutlich mehr möglich gewesen!

Fotoalben und Partien sind online

Link: Fotos vom 22.4.2016 Bodensee-Cup erster Tag 

Link: Fotos vom 23.4.2016 Bodensee-Cup zweiter Tag 

Link: Fotos vom 24.4.2016 Bodensee-Cup dritter Tag 

Link: Ergebnisse auf Chess Results (incl. aller 60 Partien)

Das Siegerteam aus der Schweiz Das Siegerteam aus der Schweiz

Spitzenschach garantiert - Vorarlberg ersetzt Bayern

Der Bodensee-Cup ist der traditionelle Ländervergleich zwischen den Schachverbänden von Baden, der Schweiz, (Bayern) Vorarlberg und Württemberg. Nach dem Ausscheiden der Bayern im letzten Jahr können wir Vorarlberg als neues teilnehmendes Team begrüßen.
DER SPIELPLAN
Ort: Hotel Messmer, Bregenz, am Kornmarkt (Zentrum), Eintritt frei!
FREITAG – 22.April 2016 Eröffnung um 18 Uhr Erste Runde um 19.00 bis ca. 24 Uhr
SAMSTAG – 23.April 2016 Zweite Runde um 13.30 bis ca. 18.30 Uhr
SONNTAG – 24.April 2016 Dritte Runde 10.00 bis ca. 14.30 Uhr
Die Siegerehrung ist um ca.15h vorgesehen
Modus: Mannschaften zu 10 Spielern, davon eine Dame, ein U18 und ein U16 Spieler, max. 2 Ersatz (wird eingesetzt wo einer ausfällt)
Bedenkzeit: 40 Züge in 90Min. + 30Min. + 30Sek. vom ersten Zug! Wertung national und FIDE

Ausschreibung zum Download

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Flyer Bodensee-Cup-2.pdf

Ausschreibung Bodensee-Cup 2016


Wissenswertes aus der Chronik

DIE VISION
Schach als Sport fehlt oft das Massenpublikum. Gleichwohl als Hobby von Millionen betrieben (keine Spielesammlung ohne Schachspiel), sind wir Schachspieler uns selbst das beste Publikum bei Turnieren.
Spielen beispielsweise bei einem Tennisturnier 2-4 Spieler/innen auf dem Platz und schauen 800 oder mehr Personen zu, ist es beim Schach oft umgekehrt: 2-4 schauen zu und 800 spielen bei großen Turnieren mit. Fragt sich, wo mehr Sport stattfindet?!
Der Bodensee-Cup zählt zu diesen bewährten Turniertraditionen. Er illustriert die Internationalität des Schachsports. Vielleicht gelingt es auch am Bodensee die Einzel- und Teammeisterschaften neu zu beleben.
Die Chronik zeigt, dass dies lange Zeit möglich war. Bei Wettkämpfen fanden sich oft mehr als 200 Schachspieler aus den angrenzenden Regionen und deren Vereine ein.
DIE TEAMS
Die Teams bestehen aus jeweils 10 nominierten Spitzenspielerinnen und Spitzenspielern der vier Länderregionen. Besonders berücksichtigt werden Jugendtalente. So wird hochrangiges, professionelles Schach geboten. Und dies bei freiem Eintritt.
DER MODUS
Vielen Hobbyschachspielern ist unbekannt, dass Schach bei Turnieren oft auf Zeit gespielt wird. Spezielle Uhren regeln die Bedenkzeit. Beim Bodensee-Cup sind dies 40 Züge in 90 Minuten, zuzüglich 30 Minuten und einem Zuschlag ab Beginn von je 30 Sekunden je Zug. Auch Schachspieler kennen jedoch Zeitnot! Wenn mitunter in wenigen Sekunden noch viele Züge getan werden müssen, wird Schach zum Sprint - und besonders attraktiv.
EINE KURZE CHRONIK
Schachspielen ist eine der ältesten Sportarten und wird in fast allen Ländern unserer Welt gespielt. Das schafft Traditionen und verbindet. So auch die Anrainerstaaten des Bodensees und deren Vereine.
Bereits 1929 begannen engagierte Vereine länderübergreifend Meisterschaften am Bodensee auszutragen. Darunter große Städte wie Bregenz, St. Gallen (erster Sieger 1929), Konstanz und Schaffhausen. Dass diese Idee der sportlichen Völkerverständigung kein Reinfall war, belegt die lange Reihe und Turnierserie bis zur Gegenwart.
1952 als gemeinsamer Schachring organisiert, avancierten die Begegnungen zusätzlich ab 1954 bis heute zu einem attraktiven Vier-Länder-Turnier, wobei das Team Deutschland durch die Teams aus Baden und Württemberg ersetzt wurde.
Für den Bodensee-Cup und den Schachring Bodensee engagierten sich über die Jahre hinweg besonders Max Reutimann und Albert Baumberger, u.a. als dessen Präsidenten.
Ein Blick zurück in die Chronik (Auszug)
Jahr - Spielort - Siegerteam
1954 Dornbirn (A) Deutschland
1955 Kreuzlingen (D) Deutschland
1956 Konstanz (D) Deutschland
1957 Weinfelden (D) Deutschland
1958 Ravensburg (D) Deutschland
1960 Heerbrugg (CH) Schweiz
1961 Wangen (D) Österreich
1962 Götzis (A) Schweiz
1963 Romanshorn (CH) Deutschland
1964 Konstanz (D) Schweiz
1965 Götzis (A) Schweiz
1966 Kreuzlingen (D) Deutschland
1968 Ravensburg (D) Österreich
Später wurde das Team Deutschland durch die Teams aus Baden und Württemberg ersetzt. Aber die Zeiten ändern sich! Nach und nach wurde die Konkurrenz vieler Schachopen übermächtig. Die Einzel- und Mannschaftsturniere verloren an Bedeutung. Der internationale Vergleichskampf wurde jedoch fortgeführt und hält so die Tradition am Leben.
Vielleicht findet sich eine Möglichkeit die Tradition der Mannschaftsturniere zukünftig mit dem Bodensee-Cup im neuen Format zu verbinden?
LEBHAFTE SCHACHKULTUR
Schach ist bestes Gehirnjogging, Training für Konzentration, Selbstdisziplin, fördert mathematisches und logisches Denken, Kombinatorik und im Team eben auch Sozialkompetenz und den berühmten Teamgeist. Auch in Schulen und medizinischen Therapien findet es mehr und mehr seine Anerkennung.
Schach ist wieder gesellschaftsfähig!