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Wie im vergangenen Jahr waren gestern Freitag-Abend vier
Bregenzer Mannschaften
im Einsatz bei der Vorarlberger
Mannschaftsmeisterschaft 2009/2010. Das ist
neben dem Einsatz unserer
beiden Youngsters Alexander Fuerst und Felix
Bahl das Erfreulichste!
Doch
eine andere wichtige Sache zuerst: Heuer geht es erstmals wieder
um
Mannschaftspunkte, was die Spannung erhoeht, weil
das
Mannschaftsgefuege noch mehr zaehlt. So wird auch die Rolle
des
Mannschaftsfuehrers wichtiger. Denn schnelle Unentschieden sind tueckisch.
In der Landesliga konnte Bregenz 1
fast mit der Optimal-Aufstellung beginnen.
Als Mannschaftsfuehrer durfte ich
mit einem Sieg gegen Goetzis 2 spekulieren,
vor allem, weil wir nicht mit
Dimitri Anistratov (Elo int. 2340) am 1. Brett
bei Goetzis (duerfte
einen Sponsor gefunden haben) rechneten. Auch am 3.
Brett war Goetzis mit Gustav
Gauss (Elo ca. 2150) aus Wangen in Deutschland
gut aufgestellt. Die
Chancen von Bregenz lagen somit auf den hinteren
Brettern.
Leider erwischte Karl
Lechenbauer einen schlechten Abend. Mit Schwarz hatte
er anfaenglich eine
vielversprechende Stellung. Doch sein Gegner konnte ihm
einen Bauern
abluchsen und verwertete diesen Vorteil routiniert im Endspiel.
0:1. Erste
Ueberraschung!
Ein "Theorie-Duell" auf Brett 2 in der Partie zwischen Erich
Laske und
Helene Mira. Bald schon bot Helene ein "taktisches Remis" an, was
der Gegner
nicht annehmen wollte. Die Partie endete unentschieden, doch hat
Helene
einen klaren Gewinnweg uebersehen! 0,5:1,5
Ein Blick ins Geschehen
zeigte jetzt jedoch schon, dass wir uns fuer ein
Unentschieden im
Mannschaftskampf noch maechtig ins Zeug legen mussten!
Als dritter wurde
meine Partie entschieden. In der Eroeffnung als Weisser
opferte ich einen
Bauern und bekam Initiative mit leichtem Vorteil. Leider
wickelte ich
unguenstig ab und stand ploetzlich schlecht. In Zeitnot bot mein
Gegner
Helmut Egle dann zum zweitenmal Remis, welches ich annehmen musste.
Mit
diesem Ergebnis darf ich heilfroh sein, obwohl ich in dieser Partie
Favorit war. 1/2
Spannend waren die drei anderen noch laufenden Partien. Nur
Harald Poettinger
hatte geringe Chancen.
Benno Barthelmann brachte mit
Schwarz eine tolle Leistung und stellte auf 2:2
Schliesslich kam es zum
Showdown in der Partie Dietmar Heilinger gegen Gauss,
welche Dietmar
spektakulaer fuer sich entschied! 3:2
Jetzt durfte man nur noch auf ein
Unentschieden von Harald hoffen. Doch
seine Stellung war inzwischen ziemlich
aussichtslos...
Endstand: 3:3
Besonders
erfreulich ist das Ergebnis von Bregenz 2 in der A-Klasse:
Ein
Sieg in Frastanz! Allerdings, laut Mannschaftsfuehrer
Roland
Schenkenfelder waere noch ein Puenktchen drinn gewesen - die
naechsten Male
hoffentlich ;-)
Helmuth Koch, Ritchel Panaguiton und Horst
Tomaselli gewannen, Roland
Schenkenfelder, Elmar Chiesola sowie Markus
Stadelmann remisierten.
Ein ordentlicher Start in die neue Saison.
Endstand:
4,5:1,5
Doch das "Highlight" des Abends war
das Bregenz-interne Duell in der
B-Klasse. Niemand konnte das
Ergebnis voraussagen, denn die beiden Youngsters Felix Bahl und Alexander Fuerst
bei Bregenz 3 sind fuer Ueberraschungen gut. Zumindest konnte ich ihre
Leistungen
bei Turnieren im Sommer einschaetzen. Und wenn Asim Harbas und
Juergen Kaspar
noch einen guten Abend erwischen wuerden...
Und so kam es dann
auch: Zuerst gewann auf Brett 3 Bahl gegen Franz Fessler,
dann auf Brett
4 Fuerst mit etwas Glueck gegen einen "ungeduldigen"
Alexander
Telian.
Auf Brett 2 stand nach meiner Einschaetzung Norbert Meusburger gegen
Asim
Harbas klar besser, aber Letzterer als Kaempfer entschied das Duell
mit
einem Remis fuer Bregenz 3.
Die Partie am Spitzenbrett ging an BOA. Martin Mauthner besiegte Juergen Kaspar.
Endstand: 2,5:1,5 fuer Bregenz 3.
(c) Leopold Juen 2009, (c) Schachklub Bregenz 2009. Alle Rechte vorbehalten.

Bei der 24. UdSSR-Meisterschaft wollte Grossmeister A.
Gipslis den fuer sein phaenomenales Gedaechtnis bekannten Ex-Weltmeister Michail
Tal auf die Probe stellen und fragte:
"Mischa, kannst Du Dich zufaellig
erinnern, welche Variante Keres als Weisser in einem Damengambit gegen
Boleslawski in der 3. Runde der 20. UdSSR-Meisterschaft gespielt hat?"
"Du willst mich wohl zum Narren halten!" antwortete Tal. "Die
Partie Boleslawski-Keres war nicht in der 3., sondern in der 19. Runde; Keres spielte nicht mit den weissen, sondern mit
den schwarzen Steinen. Und ausserdem war es kein Damengambit, sondern eine Spanische Partie!"
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